Passivhaus

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Passivhaus

PassivhausDer Begriff Passivhaus beschreibt den Energiestandard eines Gebäudes.
Ein Passivhaus ist die Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses (ein anderer Energiestandard).
Es bietet, im Gegensatz zu einem Haus in traditioneller Bauweise, ganzjährig eine angenehme Raumtemperatur ohne den konventionellen Einsatz einer Heizung.

Nach der gängigen Definition, ursprünglich entwickelt vom Passivhaus-Institut Darmstadt, hat ein Passivhaus einen Heizenergiebedarf von höchstens 15 kWh/(m²a).
Dies entspricht etwa 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr.

 
 


Wie funktioniert ein Passivhaus?

Die Funktionsweise des Passivhauses beruht dabei auf fünf wesentlichen Prinzipien:

• sehr gute Wärmedämmung
• strikte Reduzierung von Wärmebrücken
• sehr gute Fenster (Verglasung und gedämmter Rahmen), die insbesondere in Südausrichtung erhebliche
  Solargewinne für das Gebäude ermöglichen
• luftdichte Gebäudehülle
• geregelte Be- und Entlüftung des Gebäudes, gekoppelt mit einer effiziente Wärmerückgewinnung

Der Heizeffekt durch die Lüftungsanlage kommt folgendermaßen zustande: Frischluft wird angesaugt.
Meist wird diese über einen Erdreichwärmetauscher angewärmt (Rohre, die z.B. in der Baugrube rund ums Haus verlegt wurden).

Durch die Erdwärme wird die kalte Luft in den Rohren auf etwa 5 Grad Celsius gebracht. Per Wärmetauscher wird im Haus die Restwärme der verbrauchten Luft (die von der Lüftung aus dem Haus geführt wird) auf die vorgewärmte Frischluft übertragen.

Nun ist die Luft so warm, dass sie zusammen mit dem Sonnenenergiegewinn (per Fenster) von den Bewohnern als angenehm empfunden wird. An besonders kalten Tagen kann die Zuluft per Wärmepumpe oder Gastherme gesondert erwärmt werden.

 
 


Wie lebt man in einem Passivhaus?

Die Befürchtung, die bei den technischen Beschreibungen aufkommen könnten, bei einem Passivhaus handle es sich um ein Hightech-Gebilde ohne jeglichen Komfort ist unbegründet.
Passivhäuser sehen generell aus wie herkömmliche Häuser und werden herkömmlich bewohnt.

Äußere Merkmale des Passivhauses sind die meist kompakte Form (möglichst wenig Außenfläche) und die nach Süden ausgerichtete Fensterfront, die solare Zugewinne ermöglicht, sowie der Einsatz von Fotovoltaik und Sonnenkollektoren.

Die Häuser bieten gleichzeitig mehr Wohnkomfort und mehr Wohnqualität als übliche Gebäude. Die Technik ist einfach und die Bedienung leicht. Zudem sind sie bezahlbar. Die Baukosten liegen nur geringfügig höher als bei einem herkömmlichen Haus. In Bezug auf die Energiekosten ist ein Passivhaus dagegen ein echtes Sparhaus. So lässt sich auch die positive Resonanz bei den Bewohnern der Passivhäuser erklären: "wir haben nie gefroren", "wir haben so gut wie nie geheizt", "wenn wir wieder bauen würden, müsste es in jedem Fall ein Passivhaus sein" sind typische Aussagen.

 
 
 

© Holz & Form - Fenster und Türen für die Zukunft - Mühlendamm 12 - 25335 Elmshorn

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